lpv_website015018.jpg
Landschaftspflegeverband "Thüringer Grabfeld" e.V.

Projekt 2008/2009
Umsetzung des Pflege- und Entwicklungskonzeptes  "Katz"
 
Die Katz wurde in den 1980er Jahren ober- und unterhalb der Gemeinde Mehmels (Landkreis Schmalkalden-Meiningen) auf einer Länge von 1750 m ausgebaut. Aufgrund der künstlichen Laufverkürzung und der damit verbundenen Erhöhung der Fließgeschwindigkeit kam es schließlich zu erheblichen Erosionsschäden (Uferabbrüche). Um der Erosion entgegen zu wirken, wurden weite Uferbereiche mit Betongittersteinen und Betonplatten gesichert. Zudem hatte sich ein stark überalterter Baumbestand entwickelt, der bestehende Gehölzsaum war zum Teil strukturschwach ausgebildet, mit Fremdgehölzen untersetzt oder fehlte völlig.
 
Auf Basis eines vom LPV im Mai 2003 erarbeiteten Entwicklungskonzeptes, konnten schließlich Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen realisiert werden, um die Ufer der Katz künftig vor weiteren Erosionsschäden und damit auch die angrenzenden landwirtschaftlichen und bebauten Flächen zu schützen. Uferabbrüche, die keine Gefährdung darstellten, wurden als potentielle Habitate z.B. für Uferschwalbe (Riparia riparia) oder Eisvogel (Alcedo atthis) erhalten.
 
Zur Sicherung des Böschungsfußes wurde das fortschreitende Abrutschen der Böschung aufgrund extremer Auskolkungen durch ingenieurbiologische Maßnahmen wie z.B. Weidenfaschinen, Raubäumen und standorttypischen Steinen (Buntsandstein) als Strömungslenker verhindert.
 
Da die Katz auf Teilabschnitten durch einen stark überalterten Baumbestand begleitet wurde, stellte die punktuelle Entnahme von Totholz einen weiteren Schwerpunkt der Maßnahme dar. Der bestehende Gehölzsaum wurde durch gruppenweise Anpflanzung standorttypischer Gehölze (z.B. Alnus glutinosa, Salix alba, Cornus sanguinea) aufgewertet. Zwölf standortuntypische Hybridpappeln wurden entfernt, da ihr ökologischer Wert nur gering ist und sie zudem zur Hybridisierung der autochtonen 
Pappelbestände beitragen.
 
Schließlich wurde der ordentliche Abfluss durch Entnahme vom Schwemmgut (Hausmüll, Totholz etc.) wiederhergestellt, um damit Hochwasserschäden durch Rückstaugefahr für die Ortschaft zu vermeiden.
 
 
Starke Ufererosion
Schwemmgutansammlung
 
Zunächst wurde der Böschungsfuß mit ausschlagsfähigen Weidenfaschinen gesichert. Anschließend wurden die an der Katz gefällten Pappeln als Raubäume eingebracht. Die Baumbasis wurde im Ufer verankert. Im strömungsberuhigten Bereich wurden weitere Faschinen eingebaut. Der Raubaum (rechtes Bild) lenkt die Strömung in dem mit Schwarzerlen bewachsenen Verlauf. Hierdurch wird der Druck auf die von Erosion stark beeinträchtigten Uferabschnitte vermindert.
Um die starke Strömung und die einhergehenden Erosionskräfte am Prallhang zu reduzieren, wurden Störsteine mit einer Kantenlänge von 60 bis 100 cm in den Böschungsfuß eingebracht. Je nach Kantenlänge wurden ein bis drei Steine zur Strömungslenkung verwendet.
Zur raschen und einfachen Vegetationsinitialisierung und Bodenstabilisierung der Uferböschung wurde eine flächige Sicherungsmaßnahme mit Weidensteckhölzern durchgeführt. Diese wurden in einem Steckverbund von 50 x 50 Stk/m²
in die Uferböschung eingebracht.
Die Abbildungen zeigen den Bereich vor (Dezember 2008) und nach (Ende Mai 2009) der Maßnahme.
Dieses Projekt wurde finanziert aus Mitteln des
Bei Fragen steht Ihnen der Landschaftspflegeverband „Thüringer Grabfeld“ e.V. gerne zur Verfügung.

Kontakt:

Sandra Radloff
Landschaftspflegeverband "Thüringer Grabfeld" e.V.
Steinweg 30
98631 Römhild
Tel.: 036948/80481
Fax: 036948/80529

Mail: lpvgrabfeld@t-online.de
zurück zur Startseite



zurück zur
Projektübersicht



Vereinsziele
Wirkungsbereich
Satzung
Beitragsordnung
Mitarbeiter
Unser Verband
Aktuelles
Termine
Gewässerunterhaltung- und Entwicklung
Vertragsnaturschutz
KULAP
Streuobstvermarktung
Flächenverwaltung/ GIS
Aufgaben
Projekte
Anfahrt
Links
Impressum
DVL Projekt
Öffentlichkeitsarbeit
Umweltbildung
Presse
Archiv
Faltblätter