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Landschaftspflegeverband "Thüringer Grabfeld" e.V.

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Thüringen will künftig neue Schwerpunkte bei der Hochwasservorsorge und dem Gewässerschutz setzen. „Spätestens seit dem Hochwasser 2013 müsste jedem klar sein, dass wir neue Wege gehen müssen, um solche Katastrophen zu vermeiden. Wir brauchen mehr Wasserrückhalteraum in der Fläche“, sagte Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund heute anlässlich der Vorstellung der beiden Landesprogramme Hochwasser- und Gewässerschutz in Erfurt. Auch für den Gewässerschutz kündigte die Ministerin ein stärkeres Engagement des Landes an.
Im Mittelpunkt des künftigen Hochwasserschutzes stehen integrale Konzepte, die neben Aspekten der Wasserwirtschaft auch die allgemeine Vorsorge, die Flächensicherung und die Gefahrenabwehr umfassen. Zum Landesprogramm Hochwasserschutz 2015-2021 gehören insgesamt etwa 3.000 Einzelprojekte von Land und Kommunen. Der Schwerpunkt liegt dabei nicht auf dem baulichen Teil. In konkrete Baumaßnahmen will das Land mehr als 200 Millionen Euro investieren. Wasserrückhalt in der Fläche hat künftig Vorrang vor technischem Hochwasserschutz.
„Von natürlichen, ausufernden Flüssen und Bächen profitieren auch die Artenvielfalt und der ökologische Zustand des Gewässers“, sagte die Umweltministerin. Mit dem gleichzeitig vorgestellten Landesprogramm Gewässerschutz will Thüringen bis 2021 die Struktur, Qualität und Lebendigkeit seiner Oberflächengewässer sowie das Grundwasser verbessern.
Rund 90 Prozent aller Thüringer Flüsse und Bäche mangelt es an natürlichen Strukturen und Durchlässigkeit – sie wurden in der Vergangenheit begradigt, einbetoniert oder aufgestaut. Bis 2021 will das Land 54 Millionen Euro investieren, um Fließgewässer natürlicher zu gestalten. 80 Prozent der Gewässer sind stark durch Nitrat und Phosphor aus Abwasser, Düngung und Erosion landwirtschaftlicher Flächen belastet. Um diese Einträge weiter zu senken, werden die Abwasserbehandlung ausgebaut und die Förderung wasserschonender Produktionsweisen in der Landwirtschaft fortgeführt.
Bevor die beiden Landesprogramme Gewässerschutz und Hochwasserschutz Ende 2015 in ihrer abschließenden Fassung veröffentlicht werden, kann jedermann dazu Stellung nehmen. Die Landesprogramme sind unter anderem im Internet auf www.aktion-fluss.de einsehbar, schriftliche Stellungnahmen werden bis zum 22. Juni entgegen genommen. „Ich lade alle Thüringer Bürgerinnen und Bürger ein, sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Es geht hier um die Lebensqualität heutiger und kommender Generationen“, sagte Ministerin Siegesmund.
 
Hintergrund
In zahlreichen Workshops und Beratungen haben das Thüringer Umwelt-, Innen- und Bauressort, die Landesanstalt für Umwelt und Geologie sowie die Kommunen die Landesprogramme Hochwasserschutz und Gewässerschutz erarbeitet. Mit beiden Landesprogrammen setzt Thüringen auch Verpflichtungen aus europäischem Wasserrecht um, konkret aus der EU-Wasserrahmen-Richtlinie und Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie.
 
Andreas Maruschke
Pressesprecher
Medieninformation
Siegesmund: Neue Wege im Hochwasserschutz gehen
Öffentliche Anhörung der Landesprogramme Hochwasser- und Gewässerschutz 2015-2021 beginnt
Bayerische und thüringische Grabfeld-Gemeinden bringen das Kooperationsprojekt „Grabfeld – grenzenlos mittendrin“ auf den Weg
Mehr zur Initiative erfahrt Ihr unter
http://www.grabfeld-grenzenlos.de/