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Landschaftspflegeverband "Thüringer Grabfeld" e.V.

Projekt
Renaturierung der Milz in der Gemeinde Gleichamberg
 
Der LPV „Thüringer Grabfeld“ e.V. unterstützt die Gemeinde Gleichamberg bereits seit über
10 Jahren bei der Unterhaltung und naturnahen Entwicklung ihrer Fließgewässer.

Im März 2007 beauftragte die Gemeinde Gleichamberg den Landschaftspflegeverband "Thüringer Grabfeld" e.V. mit der Erarbeitung eines Pflege- und Entwicklungskonzeptes (PEK) für die Fließgewässer II. Ordnung in der Gemarkung. Dieses enthält Vorschläge zur Verbesserung der vorhandenen Defizite, um einen „guten chemischen und ökologischen Zustand“ zu erreichen, wie es die Wasserrahmenrichtlinie fordert.

Neben dem GRP stellt das PEK die wichtigste Arbeitsgrundlage für die zeitliche und inhaltliche Priorisierung der Maßnahmen dar. Die im Konzept vorgeschlagenen Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstruktur und Herstellung der Durchgängigkeit wurden in den Gewässerrahmenplan (GRP) für den OWK-Milz eingearbeitet.

Laut PEK war die Renaturierung eines Teilabschnittes der Milz im FFH-Gebiet „Oberlauf der Milz“
(Nr. 118) bereits für das Jahr 2009 angedacht. Eine Realisierung war jedoch in diesem Jahr nicht möglich, da ein vom Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN) in Auftrag gegebenes Gutachten von der Fischökologischen & Limnologischen Untersuchungsstelle Südthüringen (FLUSS) erarbeitet wurde. Ziel dieses Gutachtens war es, die im GRP OWK Milz aufgeführten strukturverbessernden Maßnahmen auf ihre Verträglichkeit hinsichtlich der geschützten Arten Steinkrebs, Bachmuschel (Anhang II der FFH-Richtlinie der EU) und deren Wirtsfische zu beurteilen. Neben der künftigen Wirkung der wasserwirtschaftlichen Maßnahmen auf diese beiden Zielarten sollte der geeignete Zeitrahmen für deren Umsetzung festgelegt und Handlungsempfehlungen für die praktische Umsetzung abgeleitet werden.
Da das Gutachten zum Zeitpunkt der Antragstellung 2008/2009 noch nicht vorlag, wurde in den Jahren 2009/2010 außerhalb des FFH-Gebietes mit der Regeneration des anthropogen überformten Gewässers begonnen (Projekt-Nr. 2009 GZ 0002 und 2010 GZ 0008). 2011 begann die Gemeinde Gleichamberg mit der Restrukturierung eines 860 m langen Teilabschnitt der Milz im
FFH-Gebiet „Oberlauf der Milz“ (Nr. 118).

Es wurden seitdem 142.966,40 € in die Restrukturierung des SPG Milz von der Gemeinde Gleichamberg (30%), dem Land Thüringen sowie der EU (70%) investiert. An ca. 2.410 m wurden sowohl Maßnahmen zur Initiierung der eigendynamischen Entwicklung als auch Maßnahmen zur Herstellung der linearen bzw. biologischen Durchgängigkeit durchgeführt. In diesem Jahr werden weiteren Maßnahmen zur Revitalisierung des SPG „Milz“ (1.375 m) im FFH-Gebiet „Oberlauf der Milz“ durchgeführt. Da dass FFH-Gebiet „Oberlauf der Milz“ über das zweitgrößte Restvorkommen der Bachmuschel in Thüringen und das größte zusammenhängende Vorkommen des Steinkrebses verfügt, wurden die Maßnahmen des GRP mit der Managementplanung abgestimmt. Die geplanten (wasserwirtschaftlichen) Maßnahmen tragen zum Erhalt der Bachmuschel und des Steinkrebses in der Milz bei.

Ein paar Zahlen!
In den letzten drei Jahren wurden...
... die Ufersicherung aus Derbstangen und Betongitterplatten auf einer Länge von 3.080 m entnommen.
... 13 Wurzelstockbuhnen und 5 Steinbuhnen zur Strömungsablenkung eingebaut.
... der gleichaltrigen, monotonen Gehölzbestandes (1.120 m) aufgelockert.
... 160 m Weidenfaschinen (zur Ufersicherung und auch Strömungsablenkung) eingebaut.
... 30 Weidensetzstangen eingebracht.
... 31 standorttypische Bäume, 160 standorttypische Sträucher angepflanzt
... 1 Sohlabsturz, 1 Wehranlage und 5 Sohlschwellen vollständig zurückgebaut.

Neben den im GRP aufgeführten wasserwirtschaftlichen Maßnahmen sind weitere Vorhaben im Bereich des Gewässerumfeldes erforderlich, um die FFH-Ziele sowie die Ziel der EU-WRRL zu erfüllen. Daher beauftragte die TLUG die Thüringer Landgesellschaft (ThLG) mit einer Erstanalyse zur Umsetzung der FFH-Managementplanung, um gemeinsam mit den Flächennutzern und Unterhaltungspflichtigen Lösungen zu finden, die eine möglichst weitreichende Gewässerentwicklung erlauben.


Die Maßnahmen wurden co-fianziert aus Mitteln des


Bei Fragen steht Ihnen der Landschaftspflegeverband „Thüringer Grabfeld“ e.V. gerne zur Verfügung.

Kontakt:

Sandra Radloff
Landschaftspflegeverband "Thüringer Grabfeld" e.V.
Röhmhilder Steinweg 30
98630 Römhild
Tel.: 036948/80481
Fax: 036948/80529

Mail: lpvgrabfeld@t-online.de
1. Renaturierungsprojekt 2009
2. Renaturierungsprojekt 2010
3. Renaturierungsprojekt 2011
Baustellenberatung
von der Planung....
Einmessen der Querverbauungen
bis zur Umsetzung...
Rückbau des Uferverbaus
Initialpflanzungen
und darüber hinaus Verbesserung der Lebensraumbedingung für Steinkrebs...
und Bachmuschel...
Steinkrebs in einem Zufluss zur Milz
Bachmuscheln aus dem Ailsbach
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